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Das Glas Milch

Das Glas Milch, eine Sufi-Geschichte

Nasrudin und ein Freund wanderten eine staubige Straße entlang. Sie kamen an einen Laden. „Lass uns hier etwas zu trinken kaufen“, schlug Nasrudin vor. Die beiden Freunde leerten ihre Taschen aus und stellten fest, dass ihr Geld gerade ausreichte, um gemeinsam ein Glas Milch zu kaufen. Das taten sie auch. Der Freund sagte: „Trink du deinen Anteil zuerst. Ich habe noch eine kleine Prise Zucker bei mir. Die will ich in meinen Anteil hineintun.“ „Tu ihn doch gleich hinein“, schlug Nasrudin vor, „dann haben wir beide etwas davon.“ Der Freund schüttelte den Kopf: „Nein, es ist nicht genug Zucker, um das ganze Glas zu süßen.“ Nasrudin ging noch einmal in den Laden und kam mit einem Salzstreuer zurück. Ich habe die Lösung, mein Freund. Ich trinke meine Hälfte mit Salz. Und es ist genug für das ganze Glas da.“

Wir sind viel enger miteinander verbunden, als uns oft bewusst ist.
Nicht immer ist das so schnell und klar ersichtlich wie in dieser Geschichte mit dem weisen Narren Nasrudin. Die Auswirkungen unseres Verhaltens bekommen wir jedoch auf jeden Fall zu spüren.

Mit diesem Wissen gebietet es uns die Vernunft, miteinander zu kooperieren.

Kennen Sie das auch aus eigener Erfahrung?

 

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1 Kommentar

  1. Praxis für Kinesiologie

    Ich denke, oft scheitert Kooperation an der Kommunikation.
    Wenn der Freund einfach nichts gesagt hätte und dann in den Rest der Milch einfach seinen Zucker hinein getan hätte, wäre alles fein gewesen. Es war die Erwartung des Nasrudin, die das Ganze zu kippen gebracht hat.
    Jeder hat seinen Teil des Geldes zum Gals Milch beigesteuert, jeder konnte seinen Anteil an der MIlch haben. Im anfangs Abkommen war nie die Rede davon, dass Zucker, welcher von einer Seite beigesteuert werden könnte, Teil der Kooperation war.
    Es wäre natürlich schön gewesen, wenn der Freund auch den Zucker geteilt hätte, doch das war seine Entscheidung.
    Mal anders betrachtet, wenn 2 Freundinnen ein gemeinsames Wochenende (das Glas Milch) planen und jede auch ihren Mann mitbringen kann, doch nur eine tut es (der Zucker), muß sie dann den Mann zwangsläufig mit der Freundin teilen???

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